Aktuelles zur Fusion

Vorstand und Aufsichtsrat wollen die Abstimmung zur Verschmelzung in ihrer Vertreterversammlung am Montag, 11. Mai 2015, auf der Tagesordnung belassen. Man wolle die Tür für die VR-Bank Alb eG weit öffnen, nachdem die VR-Bank Alb eG heute folgende Pressemitteilung verfasst hat:

 

Außerordentliche Generalversammlung der VR-Bank Alb eG

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der VR-Bank Alb eG sind sich einig: Es muss eine erneute Versammlung über die Abstimmung zur Fusion mit der Volksbank Metzingen – Bad Urach eG geben. Dies wurde in einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend beschlossen.

Am Dienstag, in der Generalversammlung der VR-Bank Alb eG, waren 72,54 % der Mitglieder für eine Fusion. 27,46 % stimmten gegen eine Fusion. Dies ist eigentlich ein sehr deutliches Zeichen für eine Fusion. Lediglich das in der Satzung geregelte Mehrheitserfordernis von 75 % wurde nicht erreicht. Es fehlten nur 14 Stimmen zur vorgeschriebenen satzungsmäßigen Mehrheit. Die Gremien respektieren selbstverständlich den Beschluss der Versammlung und sehen sich auch in der Lage, diesen umzusetzen. Sie wünschen sich jedoch bei dieser zukunftsweisenden Entscheidung und deren Folgen ein deutlicheres Votum für oder gegen eine Fusion. Deshalb wird eine zweite Versammlung als notwendig angesehen, die eine solche klare Entscheidung bringen soll.

Bereits am Tag nach der Generalversammlung haben sich die Mitarbeiter in einer internen Besprechung für eine erneute Versammlung ausgesprochen. Die Auswirkungen der Entscheidung „gegen Fusion“, sind auf die Struktur der Bank und damit auf die Anzahl der Arbeitsplätze erheblich. So müssten alleine bis Ende 2017 infolge von vermehrten Geschäftsstellenschließungen ca. 20 Mitarbeiter abgebaut werden. Diese Maßnahmen würden notwendig, um den zurückgehenden Zinsüberschuss durch Reduzierung von Kosten abzufedern. Die Personalkosten und die Sachkosten gehören  zu den höchsten Aufwendungen einer Bank. Dass die Mitarbeiter sich deshalb für eine erneute Abstimmung einsetzen, ist sicherlich verständlich. Am Donnerstag erfolgte dann nach der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates der Auftrag an den Vorstand der Bank, eine zweite Versammlung einzuberufen.

Es gibt noch weitere Gefahrenquellen: Durch die schon lang andauernden Gespräche, erfolgte auch ein gegenseitiger Austausch von Mitarbeitern. Sollte eine Fusion nunmehr endgültig ausgeschlossen werden, besteht für die VR-Bank Alb eG die Gefahr, dass diese Fach- und  Führungskräfte  zum größeren Geldhaus, zur Volksbank Metzingen – Bad Urach eG, wechseln. Der Grund sind die besseren Zukunftsaussichten in einem größeren Institut. Die notwendige Besetzung der freien Stellen der VR-Bank Alb eG würde sich in einer solchen Situation der Restrukturierung als schwierig darstellen.

Für die erneute Versammlung gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt: Anregungen aus den Reihen der Mitglieder sollen aufgenommen werden und mögliche Verbesserungsvorschläge vom Vorstand dargestellt werden. Für einen regen Austausch wird genügend Raum sein. Die Bank erhofft sich dabei auch Unterstützung durch Befürworter aus den Reihen der Mitglieder.

Die Versammlung soll voraussichtlich am 09.06.2015 stattfinden. Eine Hürde gibt es jedoch: Die Vertreterversammlung der Volksbank Metzingen – Bad Urach eG muss am kommenden Montag, trotz der negativen Entscheidung der Generalversammlung der VR-Bank Alb eG, einen Fusionsbeschluss fassen. Erst dann macht es Sinn, dass die VR-Bank Alb eG erneut eine Versammlung, mit Ziel eines Fusionsbeschlusses, durchführt.